Gutachter Zentrale Hamburg

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130 % Grenze

Einige Versicherer sind bei der Handhabung der sogenannten 130 % Grenze zunehmend restriktiver. Selbst wenn der Gesch√§digte sein Fahrzeug hat instandsetzen lassen, werden lediglich Abschlagszahlungen geleistet, mit der Begr√ľndung, da√ü die Vorlage einer Originalrechnung erforderlich sei. Derartige Forderungen der Haftpflichtversicherer sind unberechtigt. Der BGH hat mehrfach, unter anderem in "Versicherungsrecht" 92 S. 61 bzw. NJW 92 S. 16 dargelegt, dass in dem Fall, in dem sich der Gesch√§digte zur Reparatur entschlie√üt und diese nachweislich durchf√ľhren l√§sst, er die erforderlichen Reparaturkosten verlangen kann, deren H√∂he auch auf der Basis eines Sachverst√§ndigengutachtens gesch√§tzt werden kann.

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70 % Grenze

Immer wieder Anlass zu Streit gibt es bei der Beachtung der sogenannten 70 % Grenze. Es geht hier regelm√§√üig um die Frage, ob der Gesch√§digte bei fiktiver Abrechnung Anspruch auf Erstattung der Reparaturkosten hat oder ob die Abrechnung zu erfolgen hat auf der Basis Wiederbeschaffungswert abz√ľglich Restwert. Bei der Erstellung des Schadengutachtens ist aus Sicht des Kfz-Sachverst√§ndigen diese Frage nur von Bedeutung bez√ľglich der Erforderlichkeit der Angabe des Restwertes in Gutachten. Gem√§√ü ¬ß 249 Satz 2 ist grunds√§tzlich davon auszugehen, dass dem Gesch√§digten freisteht, statt der Reparatur die erforderlichen Reparaturkosten zu verlangen. Durch die Rechtsprechung wurde in einer Reihe von Entscheidungen dieser Grundsatz insoweit eingeschr√§nkt, als man Ersatz der Reparaturkosten im Falle der fiktiven Abrechnung ohne Ber√ľcksichtigung des Restwertes auf F√§lle beschr√§nkte, in denen die Reparaturkosten 70 % des Wiederbeschaffungswertes nicht √ľberschreiten.

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Altschäden bzw. Vorschäden

Altsch√§den bzw. Vorsch√§den sind nicht instandgesetzte Sch√§den am Fahrzeug, die aus vorherigen Schadenereignissen herf√ľhren.

Bagatellschäden

Bei Bagatellschäden, d. h. Schäden bis zu einer Schadenhöhe von ca. 800,-- Euro, gibt es eine Reihe von Urteilen, die dem Anspruchsteller nicht das Recht zubilligen, bei den sogenannten Kleinschäden einen Gutachter einzuschalten.

Durchschnittlicher Stundenverrechnungsatz

Durchschnittlicher Stundenverrechnungsatz ist das arithmetische Mittel der Stundenverrechnungsätze von fabrikgebundenen und freien Fachwerkstätten in der Region.

Haftpflichtschadensfall

Im Haftpflichtschadensfall ist der Unfallverursacher verpflichtet, dem Unfallopfer gem√§√ü ¬ß 249 BGB den Schaden zu ersetzen, den er unfallbedingt erlitten hat. Der Unfallgesch√§digte ist so zu stellen, wie er stehen w√ľrde, wenn der Unfall nicht eingetreten w√§re. Im Haftpflichtschadenfall tritt Kraft Gesetzes an die Stelle des Sch√§digers die Haftpflichtversicherung des Unfallbeteiligten (¬ß3 Pflichtversicherungs- gesetz). Beim Haftpflichtschadensfall werden Schadenersatzanspr√ľche geltend gemacht.

Gem√§ss ¬ß 249 BGB gilt: Wer zum Schadenersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der Bestehen w√ľrde, wenn der Schaden nicht eingetreten w√§re. Ist wegen Verletzung einer Person oder wegen Besch√§digung einer Sache (PKW usw.) Schadenersatz zu leisten, so kann der Gesch√§digte statt der Herstellung den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangen.

Kaskoschadensfall

Im Kaskoschadensfall hat der Versicherungsnehmer bei einem selbst verschuldeten Unfall gem√§√ü den Versicherungsbedingungen Anspruch auf Ersatz der unfallbedingten Sch√§den. Es handelt sich hier ausschlie√ülich um vertragliche Anspr√ľche, die streng zu trennen sind von den Schadenersatzanspr√ľchen im Haftpflichtschadensfall. Die H√∂he der Ersatzleistung richtet sich stets nach den Versicherungsbedingungen (Kaskobedingungen). In der Regel hat der Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung zu tragen.

Minderwert

Der merkantile Minderwert ist ein erstattungsf√§higer Schaden, der damit begr√ľndet wird, da√ü ein Unfallwagen im Falle eines sp√§teren Verkaufs einen geringeren Erl√∂s erzielen kann, als Fahrzeuge ohne Vorsch√§den. Diese Wertminderung wird durch einen unabh√§ngigen Sachverst√§ndigen im Gutachten gesondert ausgewiesen. In der Regel wird nach dem 5. Betriebsjahr bzw. einer Laufleistung von mehr als 100.000 km ein auszugleichender Minderwert nicht mehr feststellbar sein.

Nutzungsausfall

Der Gesch√§digte, der kein Ersatzfahrzeug anmietet, hat grunds√§tzlich Anspruch auf Geldentsch√§digung im Sinne von ¬ß 249 Abs. 2 BGB f√ľr die Entziehung der Nutzungsm√∂glichkeit seines besch√§digten Pkw`s. Die H√∂he der Nutzungsausfallentsch√§digung bemisst sich u . a. nach der Reparaturdauer. Der konkrete Tagessatz kann bspw. der Nutzungsausfallentsch√§digungstabelle "Sander, Dannen, K√ľppersbusch" entnommen werden.

Reparaturkostenbestätigung

Insbesondere bei Vorlage eines Haftpflichtschadens ist es gängige Regulierungspraxis, dass, insbesondere dann, wenn der Wiederaufbau des Fahrzeuges in eigener Regie erfolgt oder anderweitig außerhalb einer autorisierten Fachwerkstatt instandgesetzt worden ist, der Haftpflichtversicherer die Auszahlung der Nutzungsentschädigung davon abhängig macht, dass der Anspruchsteller nachweist, dass sein Fahrzeug entsprechend vorgelegtem Gutachten sach- und fachgerecht wiederaufgebaut worden ist. Der Geschädigte kann seinen Sachverständigen beauftragen, zur Dokumentation Fotos von dem instandgesetzten Fahrzeug anzufertigen, die er dann als Nachweis einreichen kann.

Restwert

Zur Definition des Restwertes hat der BGH bereits am 04.06.1993 entschieden, dass der Gesch√§digte bei Aus√ľbung der Ersetzungsbefugnis des ¬ß 249 Abs. 2 BGB die Ver√§u√üerung seines besch√§digten Kraftfahrzeugs grunds√§tzlich zu demjenigen Preis vornehmen darf, den ein von ihm eingeschalteter unabh√§ngiger Sachverst√§ndiger als Wert auf dem allgemeinen Markt ermittelt hat. Auf h√∂here Ankaufspreise spezieller Restwertaufk√§ufer muss der Gesch√§digte sich in aller Regel nicht verweisen lassen. Den Restwert ermittelt demnach ein unabh√§ngiger Sachverst√§ndiger unter Ber√ľcksichtigung des konkreten Schadenbildes und regionaler Marktgegebenheiten.

Totalschaden

Von einem Totalschaden spricht man, wenn die Wiederherstellung des besch√§digten Fahrzeuges entweder nicht m√∂glich (technischer Totalschaden) oder dem Gesch√§digten nicht zumutbar ist (unechter Totalschaden) oder unwirtschaftlich ist (wirtschaftlicher Totalschaden). Der Anspruch auf Wiederherstellung verwandelt sich dann in einen Anspruch als Geldersatz. Technischer Totalschaden liegt vor bei v√∂lliger Zerst√∂rung des Fahrzeugs oder bei Unm√∂glichkeit der Reparatur aus technischen Gr√ľnden.

Totalschaden (wirtschaftlicher)

Der wirtschaftliche Totalschaden liegt vor, wenn unter Ber√ľcksichtigung der wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht mehr von Reparaturw√ľrdigkeit gesprochen werden kann. Von einem unechten Totalschaden spricht man, wenn dem Gesch√§digten die Reparatur nicht zugemutet werden kann, obwohl die Summe aus Minderwert und Reparaturkosten geringer ist als die Differenz zwischen Wiederbeschaffung und Restwert.

Wiederbeschaffungsdauer

Bei der Ermittlung der Wiederbeschaffungsdauer ist auszugehen von der Zeit, die der Gesch√§digte ben√∂tigt, um auf dem Gebrauchtwagenmarkt (√∂rtlich und √ľber√∂rtlich) ein entsprechendes Ersatzfahrzeug zu besorgen und zuzulassen.

Wiederbeschaffungswert

Der Wiederbeschaffungswert ist der Wert, den der Gesch√§digte f√ľr sein eigenes Fahrzeug vor dem Unfall bei einem seri√∂sen H√§ndler h√§tte aufwenden m√ľssen. Der Sachverst√§ndige ber√ľcksichtigt bei der Ermittlung des Wiederbeschaffungswertes alle wertbildenden Faktoren sowie die √∂rtliche Marktlage. Der Wiederbeschaffungswert ist stets denn Berechnungsgrundlage, wenn der Gesch√§digte auf Basis eines Totalschadens abrechnet.

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